re:publica 19 – Ein Resumé von DIGGA

Mai 8, 2019

Die re;publika 19 neigt sich dem Ende zu, Zeit für uns von Digga ein kleines re:publica Resume zu ziehen. Für jemanden, der das erste Mal diese Convention besuchen darf, sind es, vor allem an Tag eins, unglaublich viele Eindrücke. Ein Phänomen, was man im digitalen Zeitalter, in dem 11 Millionen Sinneseindrücke pro Sekunde auf uns einprasseln, so nicht unbedingt kennt. Die anfängliche Überforderung weicht aber sehr schnell der Neugier. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Womit ich nicht nur die zahlreichen Gesichter, die man sonst auf seinem Bildschirm sieht, meine.

Die Stimmung in der Haupthalle der re:publica, in der die Stände stehen, ist ausgelassen und entspannt. Schließt man die Augen, könnte man meinen, man sitze in einem Cafe am Meer. Der ständig Stimmenpegel klingt wie Wellenrauschen. Ab und zu klappert eine Flasche oder irgendwas wird irgendwo hingeschoben.
Verlässt man die Haupthalle, sind die Vorgänge sehr viel zügiger. Alles ist dynamischer. Viele verschiedene Menschen müssen an viele verschiedene Orte.

Auf mich wirkt es, als ob die meisten hier arbeiten und die, die ‚nur‘ besuchen, klar die Minderheit bilden. Dieser Wahrnehmung wird insofern Nachdruck verliehen, als dass erstere entsprechende Schilder tragen, also mehr auffallen.
Sitzt man dann in einem Panel, herrscht eine konzentrierte Stimmung. Klar, denn es geht ja um wichtige Themen, die zweifelsohne unsere Gesellschaft beschäftigen, beziehungsweise vor Aufgaben stellen.
Es sind, für mich in jedem Fall, drei Tage geballte Information. Eigentlich die ideale Schulung, bei der man, weil alles interessant ist, gar nicht mitbekommt, mit wie viel neuen Dingen man konfrontiert wird, oder sie aus einer anderen Perspektive wahrnimmt.

Wie wahrscheinlich immer, wenn Menschengruppen zusammenfinden, geht es aber auch bei der re:publika darum, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Deutlich wird, dass dies überwiegend ein Event, von Privilegierten, für Privilegierte ist.

Insgesamt gab es einige Diskussionsrunden und natürlich waren sich nicht sofort alle einig, aber einen wirklichen Diskurs, in dem die verschiedenen Parteien gar nicht zueinander fanden, gab es (jedenfalls habe ich keinen mitbekommen) meines Erachtens nicht. Es war ein großes, harmonisches Event der anwesenden ‚Medien-Familie’. Irgendwo aber auch verständlich, dass sich die, in den letzten Jahren vor allem als ‚Lügenpresse‘ gescholtenen Medien, einen konstruktiven Austausch wünschen und eher auf Einklang, als Konfrontation, setzen.

Wie weit theoretische Lösungen, für Kolosse wie Digitalisierung, Datenschutz oder Urheberrecht gefunden wurden, kann ich nicht einschätzen. Aber ein Austausch hat definitiv stattgefunden, was ein unglaublich essenzieller Schritt ist.

Eine Beobachtung von Nele Bethsold aus der DIGGA-Redaktion

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