re:publica 19 – DIGGA berichtet

Mai 7, 2019

Hi, ich bin Lydia, bin 16 Jahre alt und mache gerade ein einwöchiges Schülerpraktikum bei ALEX Berlin. Ich habe nicht viele Informationen bekommen, was mich erwarten wird, nur, dass wir auf der re:publica sind und von dort berichten.
Aber „re:publica“, was ist das überhaupt? Dazu habe ich dann am Montag, dem ersten Veranstaltungstag, mehr erfahren.
Allgemein ist re:publica ein 3-tägiges Event rund um Medien.
Die Location befindet sich in der STATION Berlin und der Eintritt ist relativ priveligiert. Man kommt nur mit einem bestimmten Bändchen rein, was man für ca. 220 Euro erwerben kann. Wir, als DIGGA-Team und somit als Journalisten, sind dabei uns in das Gewusel der Menschen unterzumischen.
In der Haupthalle, die zuerst auffällt, sind viele verschiedene Stände und unterschiedliche Unternehmen, die sich dort repräsentieren. Darunter z.B. Porsche, ZDF und auch Ben&Jerrys.
Neben diesen Ständen gibt es auch ein Programm mit unzähligen Panels und Vorträgen über aktuelle Themen der digitalen Gesellschaft, wie Klimawandel, Datenschutz, soziale Netzwerke oder auch Podcasts. Außerdem wird bei den Vorträgen Wert auf „Zugang zu Wissen für alle“ gelegt, weshalb auch Gebärdensprachdolmetscher mit auf der Bühne stehen.
Wenn man sich so umschaut, begegnen einem immer mal wieder bekannte Gesichter von Politikerinnen, Politikern, Moderatorinnen, Moderatoren und so manch prominentes Gesicht aus der Netzwelt.
Das Motto der re:publica 19 lautet „tl;dr“, was übersetzt „too long, didn’t read“ heißt. Dies soll dafür stehen, dass bei der re:publica auf das Kleingedruckte geachtet wird und man in die Tiefe gehen möchte. Man möchte es erreichen „in einer komplexen Welt durchzublicken“, sich gegenseitig zu informieren und zu stärken.
Neben der re:publia ist dieses Jahr das erste Mal die TINCON vertreten. Sie legt Schwerpunkte auf die digitale Jugendkultur und beschäftigt sich mit Themen, wie YouTube, Social-Media oder Gaming. Bekannte YouTuber, wie „Auf Klo“, „Die Frage,… „ sind auch vor Ort.
Schlussendlich würde ich sagen, dass die Stimmung hier ziemlich entspannt und locker ist und wir hier bestimmt drei spannende Tage mit neuen Inspirationen und Anreizen verbringen werden und euch davon berichten.

ALEX TV

Eindrücke aus einem Panel
Der Saal um Bühne 4 ist gut gefüllt, die Menschen sitzen sogar auf dem Boden. Keine Seltenheit auf der re:publica 19. Das Panel, moderiert von Eva-Maria Lemke (seit kurzem bei der Abendschau des rbb’s) beschäftigt sich mit dem Thema „Haltung zeigen!“- Lassen sich Reportage und Doku im Fernsehen neu denken? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurden die Journalist*innen Gülseren Ölcüm, Manuel Möglich und Eva Müller eingeladen. Der Programmdirektor der ARD, Volker Herres, soll den Blick eher auf Aspekte wie TV-Programm und Quoten legen. Die gesamte Veranstaltung konzentriert sich auf Inhalte, ist aber nicht trocken und verstaubt. Unteranderem, weil alle frei heraus und umgangssprachlich sprechen (Frau Ölcüm lies auch Mal ein „Fuck“ oder „Scheiße“ hören). Außerdem wurden wiederholt kurze Clips aus den angesprochenen Reportagen gezeigt, was das Gespräch veranschaulichte und neugierig auf mehr machte. Nach meiner Wahrnehmung waren sich alle Beteiligten relativ schnell einig, dass das Interesse für Dokus da ist und durch Video on Demand wie Netflix oder YouTube auch Dokus, die eben nicht in der Prime Time laufen, ihre Zuschauer finden. Auch Herr Herres wurde richtiger Weise nicht müde immer wieder zu betonen, dass die Nachfrage Dinge digital und nicht linear zu sehen, generell immer größer wird und auch große Sender, wie die ARD, in diese Richtung ausbauen. Inhaltlich ging es dann noch viel darum, wie lange, mit welcher persönlichen Nähe der Reporter, über welche Themen man drehen sollte und wie man dabei die meisten Menschen erreicht werden. Jemand aus dem Panel, ich gebe zu, ich weiß nicht 100%ig ob es Herr Möglich war, beantwortete alle Fragen sehr passend damit, dass es bei allem, einer Spielfilm langen Doku, oder einem drei Minuten Video, immer um die Qualität gehe und dann auch die entsprechende Resonanz gefunden würde. Nicht das wirkliche, aber ein passendes Ende für ein sehr interessanten Panel