„Popeln gegen das Patriarchat“ – Das war die Feministische Sommeruni 2018

Sep 19, 2018

Unter dem Motto „Frauen machen Geschichte“ trafen Feminist*innen aller Generationen aufeinander. Wir haben einige Diskussionen für euch aufgezeichnet.

Mit über 60 Veranstaltungen und Workshops kamen zur Feministischen Sommeruni vergangenen Samstag in der Berliner Humboldt-Universität Feminist*innen aller Generationen zusammen. Unter dem Motto „Frauen machen Geschichte“ wurden nicht nur Themen wie das Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung und Hate Speech diskutiert, sondern auch das neue Digitale Deutsche Frauenarchiv vorgestellt.

ALEX Berlin war vor Ort und übertrug insgesamt fünf Diskussionen, die ihr auf Facebook und YouTube nachschauen könnt.

1.     Vorstellung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) hat rund 500.000 Dokumente digitalisiert, die die Frauengeschichte für eine breite Öffentlichkeit sichtbar machen sollen. Plakate, Briefe, Tonaufnahmen und andere Fundstücke sind dort versammelt, darunter die Tagebücher von Louise Otto-Peters und Minna Cauer aus dem 19. Jahrhundert. In dem Vortrag von Sabine Balke und Petra Gehring geht es darum, was das Archiv überhaupt ist und wie dieses genutzt werden kann.

2.       Sprache und Feminismus – Eine Diskussion mit Luise Pusch und Sookee

Binnen-I, Unterstrich oder Sternchen?! Die Rapmusikerin und antifaschistische QueerFem-Aktivistin Sookee spricht mit Sprachwissenschaftlerin und Autorin Luise Pusch zu Feminismus und Sprache. Dabei geht es vor allem darum, dass Frauen durch Sprache immer noch untergeordnet sind – das die Norm in der Sprache das Maskulinum ist, so Pusch. Sookee spricht sich für eine Sprache aus, in der alle Geschlechter mitgedacht werden sollen.

3.    50:50 ist das Ziel – Wege zur Gleichberechtigung in der Politik

50:50 ist das Ziel! 50 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts garantiert das Recht zu wählen und gewählt zu werden noch immer keine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen in Deutschland. In dieser Diskussion wird vor allem die ungleiche Verteilung der Geschlechter in der Politik thematisiert. So ist die Zahl der weiblichen Abgeordneten in Deutschland um fünf Prozent zurückgegangen. Das entspricht etwa dem Stand von vor 20 Jahren. Welche Lösungen es gibt, erfahrt ihr hier.

4.    Sprachgewalt. Frauen im Netz

Die Herrschafts- und Machtstrukturen der analogen Welt wirken auch im Netz. Der Umgang mit ihnen erfordert medienspezifische feministische und antirassistische Strategien. Bei den Panel geht es darum, dass Frauen sehr häufig Betroffene von Hate Speech sind. So spricht Anke Domscheit-Berg unter anderem darüber, wie sie beleidigt wird und das sie selber nicht genau weiß, wie man gegen den Hass im Netz vorgehen kann. Tarik Tesfu spricht nicht nur von einem Problem im Netz. Er sagt: Die Gesellschaft ist voller Hass und wir müssen das anpacken.

5.       Wie wird Rassismus in feministischen Debatten sichtbar?

Wie kann Rassismus in feministischen Debatten als solcher sichtbar gemacht werden? Wie können die Positionen von nicht weißen Frauen* in „weißen“ feministischen Diskursen gestärkt werden? Wie kann der Vereinnahmung feministischer Argumente für rechte Positionen entgegengewirkt werden? Auf diese Fragen findet ihr hier eine Antwort.

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