Pop-Kultur geht in die dritte Runde!

Aug 21, 2017

Vom 23. – 25.08. ist zum 3.Mal Pop-Kultur. In der Kulturbrauerei Berlin präsentiert das Festival Konzerte, Lesungen, Filme und popkulturelle Diskurse.

Die Kulturbrauerei Berlin öffnet das erste Mal ihre Pforten für das dritte Mal Pop-Kultur – das heißt Musik, Ausstellungen, Performances, Installationen, Lesungen, Filme und vieles mehr. Das Festival bietet sowohl der Berliner Szene als auch Künstler*innen aus aller Welt eine Bühne für Musik, für Kunstwerke, für neue Ideen und spannende Diskurse und lädt alle Kulturinteressierten ein, daran teilzuhaben. Was früher als Berlin Music Week  gefeiert wurde, erlebte 2015 eine Renaissance im berüchtigen Berghain under dem Namen Pop-Kultur und fand ein Jahr später in verschiedenen Locations in Neukölln statt. Damals merkte man dem neuen Projekt noch an, dass es in den Kinderschuhen steckte und sich ausprobierte. Aber spätestens jetzt sind auch für die gestandene Veranstaler und Booker Christian Morin, Martin Hossbach und Katja Lucker die Nachwehen vorbei. Mit ihrer vielfältigen Veranstaltung – nicht nur in Bezug auf die Vielfalt der Inhalte, sondern auch die der Identitäten aller Kunster*innen – haben sie eine gute Linie für ein innovatives innerstädtisches Festival gefunden.

Kunst für Pop-Kultur

Zahlreiche Artists wie die Berliner Sängerin Balbina oder der Hamburger Musiker Andreas Dorau werden sogenannte commissioned works vorstellen – das sind Auftragsarbeiten, die die Künstler*innen speziell für die Pop-Kultur entwickelt haben. Die Grenzen zwischen den Kunstgattungen zerfließen hierbei bewusst. So wird beispielsweise Balbina kein gewöhnliches Konzert spielen, sondern hat eine aufwendige Performance vorbereitet, bei der neben ihrer Musik noch weitere Medien ihren Eingang finden werden.

Die Musiker Andreas Dorau und Balbina posieren bei der Presse-Konferenz der Pop-Kultur

Die Musiker Andreas Dorau und Balbina posieren bei der Presse-Konferenz der Pop-Kultur

Gegen Sexismus in der Kulturindustrie

Neben künstlerischen Darstellungen wird es auch Talkrunden geben, in denen über politik- und kulturrelevante Themen diskutiert wird. Ein wichtiges Thema ist hierbei der immer noch herrschende Sexismus in der Popkultur. Künstlerinnen werden auch heute noch deutlich seltener gebucht als ihre männlichen Kollegen, wie ein Blick auf die Line-Ups der meisten Festivals zeigt. Pop-Kultur versteht sich selbst als feministisches Festival und möchte dabei altbackene Rollenbilder hinterfragen und ein klares Zeichen Richtung Gleichberechtigung setzen.

Künstlerischer Nachwuchs

Doch was wäre die Kunst ohne ihren Nachwuchs? Pop-Kultur möchte genau diesen unterstützen und hat deswegen ein Nachwuchsprogramm entwickelt, bei dem erfahrene Vertreter*innen aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Recht im Rahmen von Workshops aufstrebenden Künstler*innen wertvolle Tipps und Hilfestellungen geben. Die Teilnehmer*innen dieses Programms haben sich dafür im Vorhinein beworben und finden nun Starthilfen und Netzwerkmöglichkeiten, um ihrem Karriereweg ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

 Verschiedene Subkulturen an einem Ort

 Natürlich ist das Programm hiermit noch nicht erschöpft. So werden erstmalig bei Pop-Kultur auch Künstlerkollektive aus Berlin wie female:pressure oder Antje Öklesund eingebunden, die mit eigens erarbeiteten Produktionen und Talkrunden der Berliner Subkultur ein Gesicht geben und das Festival damit um zahlreiche Facetten erweitern werden.

Plakate für Pop-Kultur – Katzen statt Personenkult!

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Text & Bild: Vincent Sahin

 

eature Pop-Kultur Nachwuchs 2017

 

Feature Pop-Kultur Festival 2017

 

Pop-Kultur Nachwuchs 2015 – Tag 1

 

Pop-Kultur Nachwuchs 2015 Tag 2

 

Katja Lucker und Anke Fesel | Raum für Notizen 2017

 

Mo Loschelder und Yeşim Duman | Raum für Notizen 2017

 

Martin Hossbach und Max Büch | Raum für Notizen 2016

 

Hendrick Otremba und Christian Morin | Raum für Notizen 2016

 

Katja Lucker und Christian Morin | Raum für Notizen 2015

 

Liars live bei der Pop-Kultur 2017

 

Messer live bei der Pop-Kultur 2015

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