Pop-Kultur 2021: Das erwartet euch auf dem Festival

Aug 11, 2021

Endlich wieder Live-Musik, Tanzen und Glücksgefühle: Bei der Pop-Kultur 2021 erwarten euch zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Talks. Hier erfahrt ihr alles rund ums Programm der diesjährigen Veranstaltung.

Das erwartet euch auf der Pop-Kultur 2021: Vom 25. bis 28. August 2021 füllen 120 Programmpunkte bestehend aus Konzerten, Talks, Lesungen und Filmen die Berliner Kulturbrauerei mit Kunst und Leben. Das Festival findet mit vielen Acts und Publikum sowohl drinnen als auch draußen statt. Zum diesjährigen Line-Up zählen unter anderem Eunique, Serious Klein, Stella Sommer, Sofia Portanet, Alexander Scheer und viele weitere. Die Vielfältigkeit des Programms soll zeigen, dass es die eine Form von Popmusik oder -kultur nicht gibt.

Leyla Yenirce war eine der Personen, die für das diesjährige Line-Up der Pop-Kultur zuständig ist. „Wir haben ein breit gefächertes Verständnis von dem, was Pop ist“, erklärt sie. Bei der Zusammenarbeit mit den Künstler*innen gehe es bei dem Festival um langfristige Kooperationen. Zu einem weiteren Ziel der Pop-Kultur erklärt Yeşim Duman aus dem Programm-Team: „Popkultur als fluides Konstrukt entwickelt sich ständig.“ Genau deshalb hat es sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diese Bewegung aufzugreifen und zu reflektieren. So sollen kollektive Ansätze, intersektionale Diskurse und inklusive Projekte dazu beitragen, dass ein Raum für gemeinsamen Austausch entsteht.

Duman geht es bei ihrer Arbeit darum, die unterschiedlichsten Menschen auf die Bühne zu holen und sichtbar zu machen. „Alle Menschen dieser Erde sollen sich auf der Pop-Kultur willkommen fühlen“, führt sie an. Pamela Owusu-Brenyah aus dem Programm-Team arbeitet derzeit an ihrer Comissioned Work, welche als Elemente ebenfalls Teil des Festivals sein werden. Diese Auftragswerke bewegen sich interdisziplinär zwischen Musik, Theater und Performance. Dabei ist es Owusu-Brenyah wichtig, Raum für Menschen zu schaffen, „die nicht so oft gehört und gesehen werden“.

Spannende Talks über Musik und Kultur

Neben Konzerten, Ausstellungen und Filmen sind auch Talks ein wichtiger Bestandteil der diesjährigen Popkultur. So wird etwa Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa in Berlin, gemeinsam mit Ella Rohwer vom Verband Pro Musik und der Popmusikerin Balbina zum Thema „Brauchen wir eine neue Musiker:innen-Vertretung“ sprechen. Wie alle Teilnehmenden freut sich auch Lederer auf die anstehende Veranstaltung: „Lange mussten die Menschen auf Live-Musik verzichten. Zu sehen, wie Pop-Kultur eine sichere Festival-Umgebung mit einem außergewöhnlichen Programm realisiert, verbreitet Zuversicht und Freude“.

Talk zum Thema „Kunst und Musik in der Krise“ bei der Pop-Kultur. Foto: Camille Blake

Daneben stehen noch viele weitere Programmpunkte bei dem Festival an. So werden etwa einem anderen Talk mit dem Titel „Music & Migration“ die Musikerin Dounia Hagenauer, Tänzerin Jumoke Adeyanju und Komponistin Natalie Greffel darüber sprechen, welchen Einfluss Bürokratie, Grenzen und Migration auf People of Color in der Kulturwelt haben. Und wie die Zukunft der Popkultur in pandemischen Zeiten aussehen könnte, wollen die Pop-Journalist*innen Ayosha Kortlang, Jennifer Beck, Miriam Davoudvandi und Sascha Ehlert diskutieren. Das komplette Programm des Festivals könnt ihr auf der Website der Pop-Kultur nachlesen.

Pop-Kultur 2021 will Raum für alle sein

„Die Leitfrage für unser Awareness-Konzept ist: Haben wir alle mitgedacht?“, erklärt Elnaz Amiraslani, Diversity Managerin des Festivals. Die Pop-Kultur habe das Ziel, ein Raum für alle zu sein. Insbesondere soll Gäst*innen mit Behinderung der Zugang und die Teilhabe am Programm barrierearm ermöglicht werden. „In diesem Jahr zeigt sich die Bedeutung öffentlicher und kultureller Versammlung sowohl für den gesellschaftlichen Diskurs als auch für den Zustand des einzelnen Menschen“, sagt Christian Morin mit Blick auf Pop-Kultur 2021. Katja Lucker, Festival-Leiterin und Geschäftsführerin des Musicboard Berlin, ergänz: „Es ist unser Anspruch, das Festival weiter zu öffnen und mit Modellcharakter überfällige Standards gemeinsam neu zu setzen“. Das zeigt auch das inklusive Projekt „Studio 21“ des RambaZamba Theaters, welches Menschen mit Behinderung auf die Bühne bringt .

Zusätzlich hat es sich das Festival zur Aufgabe gemacht, junge Musiker:innen, Produzent:innen und Personen zu fördern, die im weiten Feld der Popkultur aktiv sind. Ein Teil des Programms ist daher die „Pop-Kultur Nachwuchs“. Sie verbindet 250 ausgewählte junge Talente mit Künstler*innen des Live-Programms und anderen Insidern der Musikindustrie. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen. In praktischen Workshops und Talks geben die Expert*innen persönliche Einblicke in ihre Arbeit und teilen ihre Erfahrungen im Pop-Musik-Business.

Auch interessant: Der Tag der Clubkultur am 3. Oktober 2021 will Berlins Clubszene fördern und sichtbar machen. Damit wir auch über den Sommer hinaus feiern können, sollen 40 Clubs mit Preisgeldern ausgezeichnet werden.

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