Beim Magnificent Music Festival mit den ALEX One Shots

Nov 20, 2019

Der Geruch von Motoren-Öl lag in der Luft, als bereits zum vierten Mal im Roadrunner‘s Paradise Club das Magnificent Music Festival tobte. Vom 27. bis 28. September gab das Festival dem Rock’n‘Roll und seinen Bluesschwestern ein Zuhause – das ALEX One Shots Team war dabei!

Beim Magnificent Music Festival, das erstmals zum 10. Jubiläum der gleichnamigen Booking-Agentur Magnificent Music ins Leben gerufen wurde, spielten schon Bands wie Siena Root, Coogans Bluff, The Flying Eyes, Hodja, Swedish Death Candy oder The Sonic Dawn.

Auch dieses Jahr geht es heiß her: Die meisten Leute hier sind keine Anfänger, die Stimmung ist vertraut, der Club gefüllt und die Begrüßung ist herzlich. Die Gigs werden von einer live zur Musik angemischten Liquid Light Show untermalt – nicht wenige Besucher schauen den Künstlern beim Anrichten der Farben und Formen über die Schulter. Aber nun zur Musik…

Feinster Rock’n’Soul: The Grand East

Den Anfang des Magnificent Music Festivals 2019 machen The Grand East: Aus den Niederlanden angereist, pfeffern sie dem Publikum feinsten Rock’n’Soul um die Ohren. Frontman Arthur Akkerman wirkt auf den ersten Blick wie ein unseriöser Autoverkäufer aus dem 90er-Streifen „Manta Manta“. So prollig ist der Mann aber gar nicht und seine Stimme fegt einen regelrecht aus den Adidas-Socken. Mit viel Gefühl und donnernder Kraft nehmen sie sich den Raum und ziehen das Publikum in ihren Bann. Einflüsse von The Doors, The Velvet Underground oder King Gizzard & The Lizard Wizard sind nicht zu überhören. Ihren Song „Straaljager“ spielten sie, begleitet von prasselndem Regen, für die ALEX One Shots vorab in der Roadrunner‘s-Jurte.

Im Frühjahr werden The Grand East gemeinsam mit DeWolff auf Tour gehen und im Musik & Frieden Halt machen. Zu jener Band kommen wir gleich.

Eine musikalische Reise nach Prag: Suzan Köcher‘s Suprafon

Weiter geht es mit Suzan Köcher‘s Suprafon – einer dreamy Psychedelic Folk Rock Formation aus Solingen, aber Genre sind immer zu sperrig für Gefühle. Die Musik ist einfach schön! Booking-Agentur-Gründer Äxl Schulze kündigte ihre Aufnahme in die Magnificent-Familie begeistert auf der Bühne an. Die sanfte Stimme von Sängerin Suzan trägt das Publikum mit Songs wie „Moon Bordeaux“ und „Peaky Blinders“ in andere Sphären und nimmt es mit bis nach Prag. Die Stadt inspirierte die Band auch zu ihrem aktuellen Album-Titel: „Suprafon“ ist ein dort ansässiges Plattenlabel, von dem die Bandmitglieder Suzan, Julian, Jens und Alfie schon seit langem große Fans sind. Der Song „Hlavní Nádraží“ führt den Zuhörer mit panflötenartigen Klängen bis zum Prager Hauptbahnhof. Schließt die Augen und hört selbst, wie der ALEX One Shot dazu klingt:

Ein Sturm aus Gitarrenriffs: Love Machine

Eben noch zu Suzan Köcher’s Suprafon in Gedanken schwelgend, wird die in Trance versetzte Masse von Love Machine aus ihrer Traumwelt gerissen: Ein Sturm aus Gitarrenriffs durchzuckt das Parkett und verzückt den Kopf sogleich. Mit freiem Oberkörper, Rauschebart und Kippe im Mundwinkel animieren Marcel Rösche und seine Bandkollegen das Publikum. Eine Mischung aus Garage und Psychedelic Rock, gewürzt mit einer Prise Soul, ergab einen heißen Mitternachtssnack. Die Songs „Got To Love“ und „Sun Paradox“ sind sehr wohl bekömmlich und nur für den großzügigen Verzehr zu empfehlen.

Den ALEX One Shot zu „That Mean Old Thing“ vom Magnificent Music Festival zeigen wir euch am Freitag, den 22.11. als Premiere (!!!) bei uns auf YouTube. Reinschauen lohnt sich, Love Machine haben für die Aufnahme extra tief in die Südstaaten-Retrokiste gegriffen und sogar ein Banjo rausgezaubert!

70s, Southern und Blues Rock: DeWolff

Die Headliner des Abends waren DeWolff aus Utrecht. Wer einmal eine Bühnenshow von den beiden Brüdern Pablo und Luka van de Poel sowie Robin Piso gesehen hat, kommt nicht mehr von ihnen los. Mit ihrem energiegeladenen 70s, Southern und Blues Rock schütten sie Öl ins offene Feuer und zwirbeln einem mit der Hammond-Orgel das Ohr butterweich.

Mit Ende 20 stehen sie schon seit über 10 Jahren gemeinsam auf der Bühne und aus diesem Potpourri zauberten sie Songs wie „California Burning“ oder „Evil Mothergrabber“. Auf ihrem neuen Album „TASCAM TAPES“ wollten sie den Sound nun minimalisieren – keine Hammond-Orgel, keine großen Drums, keine Gitarren Amps – „but it sounds like a million bucks“. Die Scheibe wurde komplett in Hotelzimmern, Backstage und im Tourbus aufgenommen. Eine Kostprobe gaben sie den ALEX One Shots mit dem Song „Nothing’s Changing“. Drum machine on!

Na und das wars dann auch schon aus der Musikwerkstatt. Es war ein magnificent Festival und wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Übrigens: Noch mehr tolle ALEX One Shots von unter anderem Lina Maly beim Bergfunk, Adam Green, Max Prosa oder Von wegen Lisbeth seht und hört ihr in unserer One Shot Playlist!

Text: Madeline Kreßler, Titelbild: Isabell Holscherer

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