Bärenstark meets Berlinale Talents 2021

Mrz 2, 2021

Bei „Bärenstark meets Berlinale Talents“ kommen Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsfilmemacher*innen zusammen und sprechen über die Filme des Talents Programm der Berlinale 2021.

Für die ALEX Werkstudentinnen Nele Betshold und Lotta Höfer ist es nicht die erste Berlinale: Bereits im letzten Jahr waren sie im Rahmen des Medienkompetenz-Projektes „Bärenstark“ bei den internationalen Fimfestspielen in Berlin unterwegs, haben Interviews geführt und die Jugendredaktion DIGGA bei der Umsetzung der Produktionen betreut und unterstützt. Da dieses Jahr pandemiebedingt alles anders ist, gehen die Nachwuchsjournalistinnen nicht auf den roten Teppich, sondern holen den Berlinale-Glam ins ALEX-Studio!

Zusammen mit ihren Studi-Kolleginnen Jil Lea Wende und Annika Seidel entwickelten sie das Konzept für das Projekt „Bärenstark meets Berlinale Talents„: „Jil kam auf die Idee, die Talents der Berlinale vorzustellen und mit ihnen über ihre Leidenschaft zum Filmemachen zu sprechen.“ erzählt Annika. „Wegen der Pandemie-Situation und der Tatsache, dass die Filmemacher*innen überall auf der Welt verstreut sind, sind wir auf die Idee gekommen, mit ihnen Interviews über Zoom zu führen.“

vier junge Frauen mit Maske im TV-Studio
Nele, Lotti, Annika & Jil: Das ALEX Team um „Bärenstark meets Berlinale Talents 2021“

Jil ergänzt: „Wir sichteten dabei alle 205 Talents aus dem diesjährigen Programm und suchten uns fünf Filmemacher*innen aus, die sofort begeistert waren.“

Nachwuchs vor und hinter der Kamera

Während sich also Nele und Lotti um die Produktion und Berichterstattung hinter den Kulissen kümmern, stehen Annika und Jil als Moderatorinnen vor der Kamera und sprechen mit den Filmemacher*innen aus aller Welt des Talents Programm der Berlinale 2021. „Das Talent Programm bietet jungen Filmemacher*innen aus der ganzen Welt die Möglichkeit, an tollen Filmworkshops teilzunehmen und sich untereinander und mit der Filmindustrie zu vernetzen, um ihre geplanten Filmprojekte realisieren zu können oder ihren fertigen Filmen eine Plattform zu geben.“ erklärt Jil, die ebenfalls im letzten Jahr schon bei der Berlinale dabei war und selbst an Workshops des Talent Programms teilgenommen hat.

In diesem Jahr sind unter anderem auch Hira Nabi und ihr Film „All That Perishes At The Edge Of Land“, Assaf Machnes mit „Auschwitz On My Mind“, Maria Eriksson-Hecht und „I Think I Have a Crush On You“, der Kurzfilm „A Place For Myself“ von Marie-Clémentine Dusabejambo und Adrian Figueroa mit seinem Dokumentarfilm „Letters from Silivri“ dabei.

Im Talk sprechen sie bei „Bärenstark meets Berlinale Talents“ unter Einbeziehung von Filmausschnitten über ihre aktuellen Werke und persönliche Ansichten. Vom 01. bis 05. März feiert jeden Tag eines dieser Interviews um 16.15 Uhr im TV und auf YouTube bei ALEX Berlin Premiere.

Den Anfang machte der Talk mit Teilnehmerin Hira Nabi: Die Filmemacherin kommt aus Pakistan und tritt in ihrem Film in den Dialog mit Arbeiter*innen der Gadani-Werke, die durch ihre Arbeit jeden Tag mit dem Tod konfrontiert sind. Warum sie genau dieses Thema mit „All That Perishes At The Edge Of Land“ aufgegriffen hat und wie sich die pakistanische Filmszene von der TV-Szene unterscheidet, erzählt sie Jil im persönlichen Gespräch.

Filmemacher Adrian Figueroa zu Gast im ALEX Studio

Neben vier digitalen Talks konnten Annika, Jil, Nele & Lotti auch einen Filmemacher direkt im Studio begrüßen. Adrian Figueroa kommt aus Frankfurt am Main und wohnt mittlerweile in Berlin. Im Interview erzählt er von seinem Dokumentarfilm „Letters from Silivri“, der anhand von Briefen die Inhaftierung des zu Unrecht verurteilten Kulturmäzen Osman Kavala in einem türkischen Gefängnis nachzeichnet, sowie von seinem neuesten Werk „Proll“. In dem Film werden vier Lebensrealitäten von Menschen aus einer prekären Arbeitsgesellschaft dargestellt. „Das Projekt war ursprünglich als Theaterprojekt geplant.“ erklärt Adrian Jil und Annika im Gespräch.

Annika und Jil im Studio mit Filmemacher Adrian Figueroa

Aufgrund der Pandemie konnten Recherche-Interviews dazu aber nicht wie geplant in der Stadt geführt werden, sondern fanden eher digital statt. So kam Adrian nach und nach die Idee, das Theaterprojekt in ein Filmprojekt umzuwandeln. Dass dieses Projekt nun Teil der Berlinale ist, freut ihn sehr: „In diese Berlinale-Welt einzutauchen, das ist für mich was ganz besonderes, weil ich die Berlinale immer schon lange als Film-Fan verfolgt habe. Deshalb ist das jetzt ein besonderer Moment an der Berlinale teilzunehmen“.

Bärenstark meets Berlinale Talents: Die Abschlussveranstaltung am 6. März

Besonders ist „Bärenstark meets Berlinale Talents“ auch für die ALEX Nachwuchsjournalistinnen, Jil resümiert: „Die Gespräche mit den Filmemacher*innen waren sehr aufregend und vielseitig, da sich alle mit verschiedenen Themen in ihren Filmen beschäftigen. Man hat in den Gesprächen ihre Leidenschaft und Faszination zum Film gespürt und das hat es für mich so interessant gemacht. Ich bewundere diese jungen Filmschaffenden sehr und finde es inspirierend, dass sie durch ihre Filme auf soziale und auch teilweise kritische Themen aufmerksam machen.“

Zum Abschluss des Projekt wird es am 6. März um 15 Uhr eine Livesendung mit allen vorgestellten Protagonist*innen aus der ALEX-Halle geben. Hier sprechen die Moderatorinnen per Videocall noch einmal mit den interviewten Filmschaffenden über die Berlinale Talents 2021. Nach den Erfahrungen mit den Talks sind sie für die Show jetzt super vorbereitet, denkt Annika: „Ganz alleine vor der Kamera die An- und Abmoderation zu machen war für mich eine neue Situation. Trotz der Aufregung hat es mir mega viel Spaß gemacht! Ich denke, dass Jil und ich jetzt gut für unsere Live-Sendung am Samstag vorbereitet sind und das hoffentlich gut meistern.“

Das glauben wir auch! Unbedingt einschalten, wir übertragen natürlich wie immer im TV & Livestream, sowie auf Facebook und YouTube 🙂

Hier könnt ihr alle Interviews aus der Reihe „Bärenstark meets Berlinale Talents“ on demand ansehen.

Comments

Comments are closed.