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One Face - One Place -


Report über das Fernsehseminar Praxis WS 2010 Fachbereich Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin


Report über das Fernsehseminar Praxis WS 2010

Fachbereich Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin

Im Offenen Kanal Berlin - Alex

 

Dieses Seminar ist jedes Mal ein Experiment. In 28 Wochenstunden 30 Minuten Sendezeit zu gestalten – das ist auch für Profis ein anspruchsvoller Job.

Mit ganz verschiedenen Voraussetzungen, Ideen und Vorstellungen vom „Fernsehnmachen“ sitzen knapp ein Dutzend Studierende an einem Tisch.  Zunächst einmal sind wir eine Redaktion, die ein Sendekonzept ausarbeitet. Wie sollen unsere 30 Minuten aussehen? Nach welchen Kriterien entscheiden wir über Themen, Protagonisten, Formate? Was verheißt Bewegung, Spannung, Relevanz? Die Aufgabe lautet: Ein Porträt einer Person anhand ihrer Tätigkeit erstellen. Vorgabe: One place – one face.

 

Wie erstellt man ein Treatment, wie sieht der ideale Beitrag aus? Wie konzipiert man den Drehplan nach der Recherche? Drei Gruppen hatten sich zu folgenden Themen entschlossen: Ein Star-Imitator, ein Materialprüfer, eine Primaballerina.

 

Am 2. Tag des Blockseminars folgt schon die Kameraeinweisung – das macht Shlomi Berger vom Offenen Kanal mit großer Kompetenz, Geduld, und Zuversicht. Eine Woche Zeit hat der Kurs nun für die Dreharbeiten – im Gepäck lediglich die basics der Kamera-Arbeit über Einstellungsgrößen, Bewegung und Lichtverhältnisse.

Vieles wird erst konkret am Schneidetisch. „Hopsende“ Bilder, fehlende „Schnibis“ bei schrecklich langsam sprechenden Protagonisten, der Kampf mit dem Weißabgleich – der 3. und 4. Tag ist der Montage gewidmet. Eine kurze Erklärung des „Premiere“-Schnitt-Programms und die Studierenden erforschen selbst die Gesetze der medialen Wahrnehmung am Schneidetisch.

 

Hochkonzentriert, mit Feiereifer und bewundernswertem Durchhaltevermögen besteht die Gruppe beim 5. Termin die letzte Herausforderung: Die Produktion. Wer macht Moderation (was sagt man eigentlich, um einen Beitrag vorzustellen?), wer macht Licht, Studiokamera, Bildmischung, Regie, Aufnahmeleitung …

 

Hinterher sagen einige: ich habe die Sache völlig unterschätzt. Und alle machen die Erfahrung, wie sehr die Produktionsbedingungen den Inhalt der Sendung beeinflussen. Und dass das technische Zusammenspiel immer wieder andere Bedeutungsmöglichkeiten generiert. Und wie sehr man wächst mit den Herausforderungen.

 



Projektzeit: Jan-Feb 2010


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